Es gibt nicht die eine Foodtruck-Genehmigung. Stattdessen greifen mehrere Vorschriften ineinander, und einiges wird kommunal geregelt – was in Köln gilt, gilt in Konstanz womöglich anders. Diese Übersicht ordnet, welches Papier wofür da ist.
Verkauf an wechselnden Standorten
DE Deutschland
AT Österreich
CH Schweiz
Lebensmittelrecht und Hygiene
DE Deutschland
AT Österreich
CH Schweiz
The order
- Register a business
- Apply for a travelling trade licence, if necessary
- Information notice pursuant to Section 43 of the Infection Protection Act (IfSG) issued by the Public Health Authority
- Register your business with the Food Safety Authority
- Secure a pitch – with your own permit, depending on the location
- Obtain a licence if alcohol is to be served
Points 1 to 4 apply uniformly across the site. From point 5 onwards, the content becomes location-specific.
Business registration
Der einfachste Schritt. Beim Gewerbeamt der Gemeinde, in der du wohnst beziehungsweise dein Betrieb sitzt. Kostet je nach Kommune zwischen 20 und 60 Euro. Das Amt informiert Finanzamt, IHK und Berufsgenossenschaft automatisch.
Incidentally, the person responsible is Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN). Membership is compulsory, even for businesses without employees.
Itinerant trade licence in accordance with Section 55 of the German Trade Regulation Act (GewO)
The most commonly misunderstood point. You need a travelling trade licence if you without a prior order, outside a fixed place of business Selling goods – in the traditional way, at the roadside, in different locations, on the spur of the moment.
Not It is usually required:
- at trade fairs, markets and fairs, as defined in Section 69 of the Trade Regulation Act (GewO),
- at events for which you are booked (catering to order),
- if you’re based at a fixed, permanently leased pitch.
Beantragt wird sie beim Ordnungsamt. Du brauchst ein polizeiliches Führungszeugnis und eine Auskunft aus dem Gewerbezentralregister. Kosten: meist zwischen 200 und 400 Euro, Bearbeitung mehrere Wochen. Beantrage sie früh.
If in doubt, please submit a request. Die Karte gilt bundesweit und unbefristet. Wer sie hat, muss nie diskutieren. Wer sie braucht und nicht hat, begeht eine Ordnungswidrigkeit – Bußgelder bis 5.000 Euro sind möglich.
Information pursuant to Section 43 of the Infection Protection Act
Bevor du das erste Mal mit offenen Lebensmitteln arbeitest, brauchst du eine Belehrung durch das Gesundheitsamt oder einen beauftragten Arzt. Sie dauert etwa eine Stunde, kostet meist 20 bis 40 Euro und gilt unbefristet – aber nur, wenn du innerhalb von drei Monaten danach die Tätigkeit aufnimmst.
Important: This applies to every person, die im Truck mit Lebensmitteln umgeht, auch für Aushilfen. Als Arbeitgeber musst du zusätzlich jährlich selbst belehren und das dokumentieren.
Registration with the Food Safety Authority
Nach Art. 6 der VO (EG) Nr. 852/2004 musst du deinen Betrieb bei der zuständigen Behörde anmelden – in der Regel das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises. Die Anmeldung ist meist kostenlos.
Danach wirst du in den Kontrollturnus aufgenommen. Rechne mit einer Erstkontrolle in den ersten Monaten. Was dabei geprüft wird, steht im Beitrag zu Hygiene and HACCP.
The pitch
Hier entscheidet sich, ob das Geschäft läuft – und hier ist die Rechtslage am unübersichtlichsten.
Public reason
To sell in public spaces, you’ll need a Special Use Permit der Gemeinde. Sie ist orts- und zeitgebunden, kostet je nach Lage zwischen 20 und mehreren hundert Euro pro Tag, und in beliebten Innenstadtlagen gibt es oft Wartelisten oder gar keine Vergabe mehr.
Private grounds
Auf einem Firmenparkplatz, einem Betriebshof oder einem Supermarktgelände brauchst du nur die Zustimmung des Eigentümers. Das ist der pragmatischste Einstieg: Gewerbegebiete mit vielen Beschäftigten und wenig Mittagsangebot sind für Foodtrucks oft lohnender als die Fußgängerzone.
Markets and folk festivals
Festgesetzte Veranstaltungen nach § 69 GewO haben eigene Vergaberegeln. Bewerbungen laufen häufig ein halbes bis ganzes Jahr vorher. Der Vorteil: Die Genehmigungslage übernimmt der Veranstalter, du brauchst keine eigene Sondernutzung.
Serving of alcohol
To serve alcoholic drinks at one-off events, you need a Licence pursuant to Section 12 of the Public House Act. Sie wird für die einzelne Veranstaltung erteilt, ist vergleichsweise unkompliziert und kostet meist zwischen 25 und 100 Euro. Ohne Alkohol brauchst du sie nicht.
What’s often forgotten
Checkout and receipt requirements
Since 2020, electronic point-of-sale systems have required a zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE). Außerdem gilt die Belegausgabepflicht: Jeder Kunde muss einen Beleg bekommen – ob er ihn mitnimmt, ist seine Sache. Eine offene Ladenkasse ist weiterhin zulässig, verlangt aber lückenlose Aufzeichnungen.
Packaging
Anyone supplying packaging to end consumers must be listed in the packaging register LUCID registrieren und einem dualen System anschließen. Zusätzlich gilt seit 2024 der Single-use plastics fund: Wer Einwegkunststoff-Verpackungen in Verkehr bringt, registriert sich beim Umweltbundesamt und zahlt eine Abgabe.
Und seit Anfang 2023 besteht für Betriebe mit mehr als fünf Beschäftigten und über 80 Quadratmetern Fläche eine Mandatory provision of reusable containers. Kleine Foodtrucks fallen meist nicht darunter, müssen dann aber erlauben, dass Kunden eigene Behälter mitbringen.
Allergens
Bei loser Ware musst du über die 14 kennzeichnungspflichtigen Allergene informieren – schriftlich oder mündlich mit schriftlichem Hinweis darauf, dass Auskunft erteilt wird. Eine Kladde am Tresen reicht, aber sie muss vorhanden und aktuell sein.
Scales
Anyone selling by weight needs a calibrated set of scales. The calibration is valid for two years.
Before your first trip, make sure to: Ruf beim Ordnungsamt und beim Lebensmittelüberwachungsamt deines Landkreises an und schildere dein Vorhaben. Die Ämter geben in der Regel bereitwillig Auskunft, und eine Nachfrage vorher ist billiger als eine Untersagung mitten in der Saison.