Verpackung ist der Posten, den fast jeder unterschätzt – beim Geld wie bei den Vorschriften. Ein Foodtruck verpackt jede einzelne Portion, und seit 2023 gilt in Deutschland eine Pflicht, von der viele Betreiber noch immer nichts wissen.
The obligation to offer reusable options
Was verlangt wird
DE Deutschland
AT Österreich
CH Schweiz
Who is subject to the German requirement
This applies to everyone who sells food in Single-use plastic packaging for takeaway orders, as well as for drinks to go in any single-use packaging.
Wichtig ist die Einschränkung auf Kunststoff: Wer ausschließlich in Papier, Pappe oder Aluminium verpackt, fällt bei Speisen nicht darunter. Bei Getränken gilt sie unabhängig vom Material.
The exception applies to small businesses. Wer höchstens fünf Beschäftigte hat und weniger als 80 Quadratmeter Verkaufsfläche, muss keine eigene Mehrwegvariante anbieten – aber Kunden erlauben, mitgebrachte Behälter befüllen zu lassen. Auf einen Foodtruck trifft die Ausnahme fast immer zu.
However, this does not mean you are off the hook: you must still consider the possibility that durch gut lesbare Schilder hingewiesen werden. Genau das wird bei Kontrollen geprüft, und genau das fehlt bei den meisten.
What should go on the sign
Ein Hinweis, dass Kunden eigene Behälter mitbringen dürfen – sichtbar am Verkaufsfenster, nicht im Kleingedruckten. Ein Satz genügt: „Bring dein eigenes Gefäß mit, wir füllen gerne hinein."
Bringing your own containers and hygiene. Das eine schließt das andere nicht aus, aber es braucht eine Regel: Der Behälter darf nicht in deinen Arbeitsbereich. Üblich ist die Übergabe über die Theke auf ein Tablett, Befüllen ohne Kontakt zwischen Behälter und Kelle. Sichtbar verschmutzte Gefäße darfst du ablehnen.
Ban on single-use plastics
Seit Juli 2021 gilt EU-weit ein Verbot bestimmter Einwegartikel aus Kunststoff. In Deutschland und Österreich unmittelbar, in der Schweiz über eigene Regelungen teilweise nachvollzogen.
| Prohibited | Permitted |
|---|---|
| Plastic cutlery and plates | Wood, bamboo, palm leaf |
| Plastic drinking straws | Paper, glass, metal |
| Stirrers | Wood |
| Styrofoam food containers | Cardboard, cellulose, reusable |
| Products made from oxo-degradable plastic | – |
Bestände durften abverkauft werden, das ist längst durch. Wer noch Styroporschalen im Lager hat, entsorgt sie besser, als sie zu benutzen.
System participation and licensing
In Deutschland müssen Verkaufsverpackungen, die beim privaten Endverbraucher als Abfall anfallen, bei einem dualen System lizenziert und im LUCID Packaging Register must be entered. This also applies to small quantities.
Registration is compulsory, free of charge and subject to verification. Ohne Eintrag darfst du verpackte Ware nicht in Verkehr bringen. Die Lizenzentgelte richten sich nach Materialart und Menge und liegen bei einem Foodtruck meist im niedrigen dreistelligen Bereich pro Jahr.
In Österreich läuft es über eine Sammel- und Verwertungssystem-Beteiligung, in der Schweiz über die vorgezogene Recyclinggebühr beim Einkauf – dort musst du dich selbst um nichts kümmern.
The cost of packaging
| Articles | Disposable | Reusable (purchase) |
|---|---|---|
| Main course bowl | 0,12 – 0,30 € | 2,50 – 6,00 € |
| 0.4-litre cup | 0,08 – 0,20 € | 1,50 – 3,50 € |
| Cutlery set | 0,05 – 0,15 € | 1,00 – 2,50 € |
| Napkin, bag | 0,02 – 0,06 € | – |
Bei 120 Portionen am Tag und 0,35 Euro Verpackung je Portion sind das 42 Euro täglich – rund 500 Euro im Monat bei zwölf Einsatztagen. Das ist mehr, als die meisten im Kopf haben, und es gehört in die Preiskalkulation.
Reusable options become cost-effective after around twenty cycles. Eine Schale für vier Euro, die zwanzigmal zurückkommt, kostet je Nutzung zwanzig Cent – weniger als die Einwegvariante. Der Haken liegt beim Rücklauf: Was nicht zurückkommt, ist teurer Verlust. Deshalb arbeiten die meisten mit Pfand oder einem Poolsystem.
A comparison of deposit-return schemes
| Model | How it works | Suitable for |
|---|---|---|
| Own deposit | You buy containers, collect deposits and wash them yourself | permanent locations, regular customers |
| Pool system | The provider supplies containers; these are to be returned to any participant | Cities with many partners |
| Event deposit | The organiser takes care of the arrangements; you pay your share | Festivals |
Für einen Truck mit wechselnden Standorten ist ein Poolsystem meist praktischer: Kunden können überall zurückgeben, du musst nicht spülen. Die Gebühr je Ausgabe liegt üblicherweise bei zehn bis dreißig Cent.
What you’ll need to develop this
- Storage space for reusable tableware – deutlich mehr als für flach stapelbares Einweg
- Recycling bins, separate from the clean copy
- Dishwashing facilities, falls du selbst spülst – dann steigt auch der Wasserbedarf
- A spot at the bar for deposit processing
Wer den Ausbau noch plant, sollte das gleich berücksichtigen. Nachträglich Stauraum zu schaffen ist in einem fertigen Fahrzeug fast unmöglich – mehr dazu im Beitrag Plan expansion.